Eine Abkürzung, die bei falscher Dosierung sehr gefährlich ist.

» Die Wohlstandsgesellschaft ist das Maß der Dinge?
» Warum hatte ein Virus überhaupt eine Chance in unserer Wohlstandsgesellschaft?
» Was ist Wohl-Stand eigentlich?
(Im Duden steht: hoher Lebensstandard)

Naja das ist schnell erklärt, der Wohlstandsbereich ist zwar nur ein sehr kleiner Teil der Welt, trotzdem wird der Wohlstand als eine Form des eigenen Verdienstes wahrgenommen.

Das stimmt nur leider nicht.

Durch das Wohlstandsstreben ist das Gleichgewicht auf der Welt nicht mehr gewährleistet. Die Welt wird dadurch objektiv betrachtet immer ungerechter.

Die GEFAHR ist also riesengroß, dass das Gesetz der Polarität zuschlägt und uns die Schattenseiten des eigenen Wohlstands direkt auf die Füsse fallen.

Der eigene Wohlstand geht also immer auch zu Lasten anderer.

Wir verlernen eine wesentliche Eigenschaft, die uns jedoch schon als Kind geholfen hat zu überleben. Wir sind nur noch angepasste Streber und nicht mehr eigensinnige Durchsetzer.
Aus unserer Überzeugung, macht es größten Sinn, seinen eigenen zu kennen und diesen auch zu leben.

Vermeintliche Erleichterungen über das „Prinzip des Fahrstuhleffekts“ verstärkten das Wohlstandsdilemma nebenbei auch noch und der Virus kann sich weiter in unser Leben schleichen.

Wir kommen oft (durch eine sehr schnelle Kommunikationsgeschwindigkeit) zu schnell, mit zu wenigen Fähigkeiten, an zu große Schreibtische.

Dabei entsteht ein fatales Missverständnis.

Die Größe des Schreibtisches und die damit einhergehenden Machtinsignien bringen in vielen Fällen ein eklatantes Führungsproblem ans Tageslicht.

Hurra ich habe Macht, habe aber keine Ahnung wie ich damit umgehen soll.
Folge in den Führungsetagen:

„Geistige Windstille wird von operativer Hektik ersetzt.“

Die Alltagsprobleme warten natürlich schon auf uns:

Unser System der Wohlstandsfassade lässt sich zu sehr von Gesinnungsjournalismus und Sensationssucht beeinflussen, nein zu sagen auf der Basis von eigenen Werten und Überzeugungen, scheint heutzutage nicht mehr opportun zu sein.

Die absolute Chance:

Unsere Lebenschancen sind die vereinigten Märkte und die Digitalisierungen!

Die Herausforderung dabei ist global zu denken. Global ist ein sehr oft genutztes Wort in unserer Zeit. Ohne jedoch zu wissen, welch wichtige Aufgaben damit an uns heran getragen werden.

Wollen wir immer noch global denken und handeln, wenn man auch die Verantwortung für alle übernehmen muss.

Warum um Gottes Willen soll ein Wohl – Stand gefährlich sein?

Es fehlen uns die intrinsischen Glücks- und Erfolgsmomente. Oder anders, wir haben zu wenig Herausforderungen, wenig Sinnhaftigkeiten und eine Fülle von oberflächlichen Zwischenzielen, die nicht viel mehr bringen, außer Abhängigkeiten und künstliche Identitäten.

Unsere Antriebssysteme müssen sich den ständigen Veränderungen und Rahmenbedingungen anpassen. Es ist also ein täglicher Arbeitsprozess, unsere Antriebsformen zu erneuern und uns immer wieder die Sinnfrage, warum oder noch besser wozu, zu stellen.

Was wir die letzten Jahrzehnte gemacht haben war nur Sinneserweiterung, um noch einen intensiveren Wohlstand zu erreichen. Drogen, Pornographie und andere Unmäßigkeiten sind dabei kein Nährboden für große menschliche Leistungen und Zukunftsmodelle.

Warum hatte, ein Virus überhaupt eine Chance in unserer Wohlstandsgesellschaft?

Er hat deshalb eine Chance, weil die Achtsamkeit (Wahrnehmung) durch den Wohlstand eingeschränkt wird, ja sogar ausgeblendet werden kann.

Führungskräfte führen nicht mehr, sondern verteidigen Ihren persönlichen Wohlstandsbereich. Das wäre dann aus führungstechnischer Perspektive ein inhaltlicher Offenbarungseid.

Nur ein Beispiel:
Herr Martin Winterkorn (ehemaliger VW Wohlstandsvorstand/ CEO).

Die originären Motive von Vorständen sind heute längst nicht mehr, Menschen und Unternehmen nachhaltig und zukunftsfähig aufzustellen, sondern die Drei- bis Fünfjahresverträge als Vorstand immer wieder neu zu unterschreiben und die damit einhergehenden Gehälter und Altersversorgungen zu sichern.

Das ist sicher für die Familien der Vorstände und Geschäftsführer eine tolle Sache, grundsätzlich aber ein gesellschaftliches Problem. Unserer Meinung nach sind unsere Manager gut, nur volkswirtschaftlich gefährlich, wenn diese die falschen Ziele anstreben.

Lösungsansätze:
Woran krankte die Welt bis zum 19.03.2020? (Shutdown)

Das Problem ist nicht, dass wir zu viel von allem erreicht und erwirtschaftet haben, sondern, dass wir kein NEIN mehr akzeptieren können.
Wir sind zu „Wohlstandspassagieren“ mutiert.

Um diese Krankheit zu heilen, braucht es eine Bewusstseinsveränderung, kein Medikament!

Gier frisst Hirn!

Wir haben uns Jahrzehnte lang nur noch dem Wachstumsprinzip unterworfen und uns den Alternativen, wie z.B. eine nachhaltige Fließgeschwindigkeit der Märkte zu schaffen, verweigert. Hierbei geht es um die Fähigkeit der klugen Führung, nicht ständig Neues zu finden, sondern Bestehendes zu verbessern.

Nutzen Sie alle Abkürzen (Fahrstuhl), aber lassen Sie sich nicht verführen, sondern werden Akteur Ihrer Fertigkeiten und der damit erworbenen Autorität.
Definieren wir immer wieder eigene Standpunkte und vertreten diese auch authentisch und verantwortungsvoll?

Wir dürfen jeden Fehler machen, nur keinen irreparablen!

Wie groß ist der entstehende Schaden, bei dem Bemühen sich auf die Seite des Wohlstands zu bewegen?

Konzentrieren wir uns auf Wahrnehmung und Beobachtung, um uns richtig zu konditionieren.

Bestimmen wir Potentiale und Risiken auf der Grundlage von den faktenbasierten Ist-Situationen, mit der Hilfe eines T-Kontos?

Werden wir Gewinner, die vor allem danach handeln, keine Verlierer zu schaffen, sondern das Prinzip von gebrauchen (sustainable / nachhaltig) und verbrauchen (exploit / ausbeuten) anwenden.

Achten wir genug auf das Problem der Wohlstandsverwahrlosung?

Geht es bei unseren Entscheidungen überhaupt noch um Menschen oder darum, dass wir Kunden brauchen, Wähler überzeugen, oder um likes betteln?

Die absolute Schwierigkeit ist für uns dabei, dass man alles und jeden, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann.

„Wie sollen wir das machen?
Ich sorge für kreative Unruhe.“

Hasso Peek und Cloppenburg

Herzlichst
R. Aigner

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